Das halbjährliche Treffen der Umsetzungsbegleitungen der Integrierten Ländlichen Entwicklungen (ILE) in der Oberpfalz fand dieses mal in der ILE‑Region Künisches Gebirge statt. Vertreterinnen und Vertreter der 17 ILE‑Bündnisse sowie des Amtes für Ländliche Entwicklung (ALE) Oberpfalz kamen im Dorfstadl Lohberg zusammen, um sich über aktuelle Themen, Projekte und Entwicklungen auszutauschen.
Paul Roßberger, 1. Bürgermeister des Marktes Lam und stellvertretender Sprecher des Aktionsbündnisses Künisches Gebirge, eröffnete zusammen mit der Lohberger Markträtin Rita Welisch die Veranstaltung mit einem klaren Bekenntnis zur Bedeutung der interkommunalen und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Daniela Wehner und Michael Neft vom ALE Oberpfalz informierten anschließend über Neuigkeiten aus der Ländlichen Entwicklung.
Die ILE Künisches Gebirge
Die Struktur, Besonderheiten und aktuellen Aktivitäten der ILE Künisches Gebirge präsentierte Jana Dirriglová, Umsetzungsbegleitung des Aktionsbündnisses. Die Region umfasst fünf bayerische und sieben tschechische Gemeinden und zeichnet sich durch eine langjährige, intensive grenzüberschreitende Kooperation aus. Besonders hervorgehoben wurden die Jugendbegegnungen, Wallfahrtsaktivitäten, touristischen Initiativen sowie jüngste Infrastrukturmaßnahmen mit einem starken Bezug zur grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Einen weiteren fachlichen Impuls lieferte Maria Kias von der Heimatagentur Oberpfalz. Sie stellte die Aufgaben und Ziele der bayernweiten Initiative vor, die regionale Wertschöpfungsketten stärken und den Einsatz regionaler Lebensmittel in staatlichen und kommunalen Einrichtungen erhöhen soll.
Exkursion am Nachmittag
Beim darauffolgende Exkursionsprogramm wurden verschiedene Projekte der ILE besichtigt, die über das Regionalbudget, eine Förderung der Ländlichen Entwicklung, finanziell unterstützt wurden.
Evi Lemberger vom Kulturverein Lam stellte das, mit großem ehrenamtlichen Engagement betriebenen Dorfkino „Lila – Lichtspielhaus Lam“ vor. Im Seepark Arrach wurde durch 1. Bürgermeister Gerhard Mühlbuaer gemeinsam mit Touristbüro‑Leiter Stephan Frisch und Dieter Rackl, Betreiber des Cafés D’Hoamat, die Investitionen und Regionalbudget -Kleinprojekte der vergangenen Jahre präsentiert. Abschließend besuchten die Teilnehmenden den RegioMarkt Eschlkam, der in der Region zur Stärkung regionaler Vermarktung und Nahversorgung beiträgt. Roland Altmann vom Raiffeisen‑Warenbetrieb erläuterte System und Entwicklung des Marktes, während 1. Bürgermeister Florian Adam die Bedeutung des RegioMarktes für Eschlkam und die umliegenden Gemeinden betonte.
Wichtigkeit des Austausches
Das Treffen im Künischen Gebirge zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die ILE‑Arbeit in der Region ist und wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen den Bündnissen bleibt. Die vorgestellten Projekte und Initiativen verdeutlichten, dass grenzüberschreitende Zusammenarbeit, regionale Identität und nachhaltige Entwicklung zentrale Bausteine für die Zukunft des ländlichen Raums sind.




